Tom Tom go...home...
Nun ist es wieder so weit: Hollywood hat wieder ein filmlohnendes Thema aus der Geschichte entdeckt!
Zum Hintergrund: Am 20. Juli 1944 scheiterte ein von führenden Militärs, Parteimännern und Hitlergegnern versuchtes Attentat auf Hitler und seinen Generalstab im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" bei Rastenburg (Ostpreußen). Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg (1907 - 1944)
hatte dort eine Bombe in einer Aktentasche platziert, die mehrere Anwesende tötete, Hitler aber nur leicht verletzte, der sogar gleich anschliessend den zu Besuch eintreffenden Mussolini empfing. Die Operation "Walküre" hatte zum Zweck, nach Hitlers Tod, dem nationalsozialistischen Terrorregime ein Ende zu setzen und den deutschen Rechtsstaat wiederherzustellen. In Folge dessen sollten von Generaloberst Ludwig Beck (1888 - 1944) als Staatsoberhaupt Verhandlungen zur Beendigung der Kampfhandlungen mit den Kriegsgegnern aufgenommen werden. Wesentlich für das Scheitern der Operation "Walküre" verantwortlich waren neben dem misslungenen Attentat auf Hitler auch organisatorische Fehler in der Durchführung. So wurden nicht alle Teile des von Generaloberst Fritz Fromm (1880 - 1945) befehligten "Ersatzheeres" in Marsch gesetzt um die wichtigen Partei-und Regierungsgebäude in Berlin zu besetzen. Auch entschied
sich der mit der Besetzung der Wilhelmsstraße beauftragte Major Ernst Remer gegen den Widerstand. Keitel verhinderte so telefonisch die Übernahme der Generalkommandos durch die Bewegung. Zwischenzeitlich besetzten regimetreue Truppen die militärischen Dienststellen in der Bendlerstraße. Oberst Stauffenberg konnte noch bis nach Berlin fliegen, wo er dann unmittelbar festgenommen wurde. Noch am selben Tag wurden die Köpfe der Verschwörung
Oberst Stauffenberg, Generaloberst Beck, General Friedrich Olbricht, Albrecht Mertz von Quirnheim und Werner von Haeften im Bendlerblock standrechtlich erschossen. Nachdem Hitler über den Rundfunk versicherte, dass er das Attentat überlebt habe, ist der Aufstand bis Mitternacht endgültig niedergeschlagen. Im Innenhof des Bendlerblocks ist heute eine Gedenktafel für die Hingerichteten zu sehen.



