Freitag, 31. August 2007

Tom Tom go...home...

Nun ist es wieder so weit: Hollywood hat wieder ein filmlohnendes Thema aus der Geschichte entdeckt!


Zum Hintergrund: Am 20. Juli 1944 scheiterte ein von führenden Militärs, Parteimännern und Hitlergegnern versuchtes Attentat auf Hitler und seinen Generalstab im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" bei Rastenburg (Ostpreußen). Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg (1907 - 1944) hatte dort eine Bombe in einer Aktentasche platziert, die mehrere Anwesende tötete, Hitler aber nur leicht verletzte, der sogar gleich anschliessend den zu Besuch eintreffenden Mussolini empfing. Die Operation "Walküre" hatte zum Zweck, nach Hitlers Tod, dem nationalsozialistischen Terrorregime ein Ende zu setzen und den deutschen Rechtsstaat wiederherzustellen. In Folge dessen sollten von Generaloberst Ludwig Beck (1888 - 1944) als Staatsoberhaupt Verhandlungen zur Beendigung der Kampfhandlungen mit den Kriegsgegnern aufgenommen werden. Wesentlich für das Scheitern der Operation "Walküre" verantwortlich waren neben dem misslungenen Attentat auf Hitler auch organisatorische Fehler in der Durchführung. So wurden nicht alle Teile des von Generaloberst Fritz Fromm (1880 - 1945) befehligten "Ersatzheeres" in Marsch gesetzt um die wichtigen Partei-und Regierungsgebäude in Berlin zu besetzen. Auch entschied sich der mit der Besetzung der Wilhelmsstraße beauftragte Major Ernst Remer gegen den Widerstand. Keitel verhinderte so telefonisch die Übernahme der Generalkommandos durch die Bewegung. Zwischenzeitlich besetzten regimetreue Truppen die militärischen Dienststellen in der Bendlerstraße. Oberst Stauffenberg konnte noch bis nach Berlin fliegen, wo er dann unmittelbar festgenommen wurde. Noch am selben Tag wurden die Köpfe der Verschwörung Oberst Stauffenberg, Generaloberst Beck, General Friedrich Olbricht, Albrecht Mertz von Quirnheim und Werner von Haeften im Bendlerblock standrechtlich erschossen. Nachdem Hitler über den Rundfunk versicherte, dass er das Attentat überlebt habe, ist der Aufstand bis Mitternacht endgültig niedergeschlagen. Im Innenhof des Bendlerblocks ist heute eine Gedenktafel für die Hingerichteten zu sehen.

Ich bin skeptisch, ob der Film dem ehrenvollen Erbe des Widerstandes gegen Hitler gerecht werden kann. Schon der Titel ist amerikanisiert. Ich wälze mich also derweil in Vorurteilen: Zu viel Hollywood, zu viel Scientology, viel zu große Nummer für den Wichtel Cruise, zu wenig historische Genauigkeit!...Liebe Geld- ..äh.. Filmemacher in Hollywood: Ohne Navi hättet ihr Berlin doch gar nicht gefunden - nutzt doch jetzt bitte schnell die TrackBack-Funktion und geht wieder dahin, wo ihr hergekommen seid!

Mittwoch, 29. August 2007

ASUS stellt Subnotebook mit Flashspeicher vor

Der taiwanesische PC-Hersteller ASUS stellte jüngst auf der COMPUTEX ein interessantes Subnotebook für 199 - 299 $ vor. Das Eee PC 701 ist ca. 900 Gramm schwer, hat ein 7" Display, bis zu 32GB Flashspeicher, 512MB RAM und 5 Stunden Akkulaufzeit. Als Prozessor ist ein Intel Celeron-M mit 900Mhz verbaut. Das Betriebssystem ist ein von ASUS verändertes Linux Xandros. Interessant ist vor Allem, dass das Eee mit 3x USB, SD-Slot, VGA-Ausgang und Wlan 802.11g/b ausgestattet ist. So kann man unterwegs mittels Firefox surfen, OpenOffice arbeiten und Präsentationen zeigen. E-mails, chatten und kleine Spiele sind mit der vorhandenen Software ebenfalls möglich. Neben dem Display sind Stereolautsprecher eingebaut. Die ultimative Mobilität macht das Gerät zu einem must-have für jeden, der o.g. Dinge überall tun möchte. Selbstverständlich soll das Eee nicht als Ersatz zum main-PC gelten, sondern nur als "kleine" Ergänzung. 2008 soll das gleiche Modell unter dem Namen Eee PC 1001 mit 10" Display auf den Markt kommen. Entsprechend den letzten Meldungen von ASUS wird das Gerät in Deutschland voraussichtlich ca. 300 Euro kosten. ASUS will im 4. Quartal 2007 20 000 Stück zeitgleich in den USA, Asien und Europa ausliefern. Bis Ende 2009 sollen 3-5 Millionen Geräte verkauft werden...Mehr Infos gibts auf diversen Blogs- einfach nach Eee PC701 googeln...

Fazit: Mir!

Dienstag, 28. August 2007

Rette sich wer kann....

Das heutige Programm im deutschen TV ist ein einziger Krampf. Hangeln sich die Sender mit Richtersendungen, Geständnisweinereien, Talkshows und Hausumbaupfuschereien durch das Tagesgeschäft, kommt es zur besten Sendezeit zum endgültigen Hirnarmageddon. Zur besten Sendezeit kommen Formate, wie 'Gülcans Hochzeit' oder die '10 witzigsten Brechattacken vorm Fernseher' zu uns ins Wohnzimmer. Es kann doch Niemanden in unserem schönen Land der Dichter und Denker geben, der ernsthaft mit dem dargebotenen Programm einverstanden sein kann. Verleihen jetzt auch Zeitarbeitsfirmen ungelernte Arbeiter an die Redaktionsbüros von Sat1? Scheint so! Die einzigen Lichtblicke im deutschen TV sind übertragene Formate aus meist englischsprachigem Raum, wie z.B. Quiz Taxi (Großbritannien, 2005), oder 'Wer wird Millionär?' (Großbritannien, 1998). Offensichtlich ist man nicht mehr in der Lage, eigene interessante Formate zu entwickeln. Vielleicht ist das aber beabsichtigt; vielleicht soll der ahnungslose Zuschauer in den ersten Orientierungsminuten einer Sendung so verwirrt und engelullt werden, dass er den rettenden roten Knopf auf der Fernbedienung nicht mehr vom Pickel unterscheiden kann. Beim darauf Rumdrücken ist er dann ebenfalls nicht mehr in der Lage zu unterscheiden, wo der Schmerz wirklich entsteht... Wenn bei den VOX Nachrichten, oder neudeutsch 'News', gleich nach dem Bericht über aktuelle Tagespolitik ein Programmhinweis auf eine Sendung am Abend erfolgt, frage ich mich, ob der Chefredakteur der Nachrichten in der Schule gelernt hat, was INFORMATION eigentlich bedeutet. Eher anzunehmend ist, dass er aber noch nicht mal weiß, wie sich ein Schulabschluss so anfühlt. Naja immerhin arbeitet er - irgendwie. Seine Freunde 'arbeiten' derweil in der Kanzlei Lenßen oder beim Staatsanwalt Posch und ermitteln sich durch den deutschen Fernsehnachmittag. Das dabei schauspielerische Fähigkeiten erforderlich wären, ist Nebensache. Es geht schliesslich um den spannenden Inhalt. *Würg*. Neulich sagte mir jemand, wenn er von der anstrengenden und hirnschmalzfordernden Arbeit kommt, wäre eine seichte Unterhaltung genau das Richtige für den kleinen Nachmittagsschlaf. Na Gut. Einverstanden. Ich glaube aber, dass es nicht überall so zugeht. Es bleibt eben doch nur der Ausweg auf Politdiskussionen, oder sinnreiche und professionelle Berichterstattungen, wie sie z.B. auf ZDF zu finden sind. Ist die GEZ-Gebühr (Gebühr!Gebühr!Gebühr!) am Ende doch der richtige Weg...ich weiss es nicht. Da der Bürger aber freie Senderwahl hat, wird sich sowieso entsprechend der persönlichen Einstellung eine wiederum entsprechende Zuschauerverteilung ergeben. Also Bildungsbürger aufgepasst: Beim ersten Rumpeln im Gedärm - Umschalten!!!

Donnerstag, 23. August 2007

Ebay Betrug wird allmählich zum Tagesgeschäft

...wieder ein Beweis dafür, was passiert, wenn man das Kleingedruckte nicht aufmerksam liest....gefunden bei Hodenmumps...

Mittwoch, 22. August 2007

Per Anhalter zum Bundestag spart Fahrtkosten..Parteien in Geldnot

300

Der spartanische Konig Leonidas zieht mit 300 seiner besten Soldaten dem von Xerxes geführten Persichen Heer entgegen. Er besetzt einen Pass, an dem Xerxes seine Übermacht nicht ausspielen kann und verhindert so über einige Tage den Einfall des persischen Heeres in Griechenland. Der Film bezeichnet im Besonderen den mutigen und selbstlosen Kampf der 300 Spartiaten zur Verteidigung Ihrer Heimat. Die bild- und blutreichen Schlachten im Film sind technisch mit einzelnen Zeitlupeszenen und Rockmusik umgesetzt, was ihm einen recht modernen und actionreichen Charakter verleiht. Schliesslich sollte man aber keinen exakt authentischen Historienfilm von Miller erwarten. Dennoch ist der historische Hintergrund erstaunlich exakt erzählt: In der Blütezeit der griechischen Polis (510 - 404) schickt der persische König Xerxes 481 v. Chr. Gesandte an alle griechischen Städte (außer Sparta und Athen) und fordert Erde und Wasser. Einige Städte treten auf die Seite der Perser (Boioter, Thessaler) und einige bleiben neutral (Argos, Dephi). Die meisten anderen peloponnesischen Städte, darunter Athen, Chalkis, Eretria, Aigina sowie die mittelgriechischen Plataier, Phoker und Thespier erklären sich für den Krieg und beschliessen unter der Führung Spartas eine Symmachia (Kampfbund). 480 setzt Xerxes sein Heer (Schätzungen: 100 000 - 150 000 Kämpfer und 700 Schiffe) in Bewegung. Um Mittelgriechenland zu verteidigen, besetzt der spartanische König Leonidas mit 6000 - 7000 Spartiaten, Peolonnesiern, Phokern, Thespiern und Thebanern die Thermophylen (Pass am Golf von Malia). Die Flotte von 271 Schiffen ebenfalls unter Führung Spartas bezieht an der Nordküste Euboias Stellung. Im August 480 marschiert das persische Landheer von Thermia aus nach Süden, während die Flotte bei Magnesia durch einen schweren Sturm 200 Schiffe verliert. Zu Lande wehrt Leonidas die persischen Angriffe zwei Tage ab. In der folgenden Nacht kann die persiche Garde der "Unsterblichen" mit Hilfe eines Griechen die griechische Stellung auf einem Seitenpass umgehen. Als Leonidas davon hört, entlässt er den größten Teil seiner Soldaten und findet "den Gesetzen gehorsam" (Epitaph) am folgenden Tag mit 300 Spartiaten, 700 Thespiern und 400 Thebanern den Tod. Das persiche Heer fällt daraufhin in Mittelgriechenland ein und verheert Phokis, Thespiai, Plataiai, Attika und Athen. Die Akropolis wird vollständig niedergebrannt. Einen Monat später erringen die Griechen in der Seeschlacht von Salamis unter den Augen Xerxes' einen vollständigen Sieg über die persische Flotte. In den folgenden Jahren 479/478 wandeln sich die Anstrengungen der griechischen Heere vom Abwehr- zum Angriffskrieg gegen Persien. Athen steigt zur politisch und kulturell führenden Macht in Griechenland auf.

Der Film erzählt also im Wesentlichen den authentischen historischen Kern, schmückt ihn aber mit allerlei frei erfundenen knackigen Details: Hübsche Jungfrauen in der "Obhut" entstellter alter Männer als Orakel, monsterhafte Soldaten Xerxes' oder die Darstellung der Figur des zurückgewiesenen Spartiaten, der an Leonidas Verrat begeht.

Fazit: Es erwartet euch kein detailgetreuer Historienfilm, sondern nettes Actionentertainment in Frank Miller Manier vor historischem Hintergrund.

Swann, Glenkill

Ein Schafskrimi. In der Tat sind die Protagonisten dieses Buches fast ausnahmslos Schafe, die versuchen den Tod ihres Schäfers George aufzuklären. Sie sind hervorragend geeignet, da ihnen George immer aus Romanen vorgelesen hat und sie auf diese Weise sehr viel über die menschliche Herde erfahren haben. Allen voran ist Miss Maple (das bewiesenermaßen klügste Schaf von ganz Glenkill) daran, den Geheimnissen um den Tod ihres Schäfers auf die Spur zu kommen.
Nicht nur die Erzählweise aus der Sicht der Schafe, sondern auch die irrwitzigen Dialoge genau derer bergen ungeahnte Pointen und skurrile Situationen, die den Leser an die Geschichte fesseln. Dabei geht es auf George's Weide bei weitem nicht nur lustig zu. Die Angst vor dem Metzger und der Furcht vor der Zukunft der eigenen Herde sind nur einige Probleme, mit denen die Schafe von Glenkill zu kämpfen haben.
Fazit: Empfehlenswert, 7 von 10 Punkten

Eschbach, Der letzte seiner Art

...hier erscheint in Kürze eine Info über das Buch...

Dienstag, 21. August 2007


Nein, kein ID4 Screenshot, sondern ein aufziehendes Unwetter über meiner Stadt...