Dienstag, 19. August 2008

China und der Kaukasus

Es hat schon aus geringfügigeren Gründen ein Krieg begonnen. Dass Russland aber schon seit Jahren die Finger in die georgischen Wunden Südossetien und Abchasien legte, war kaum jemandem bekannt. Wie schon in der Vergangenheit hat Russland wieder einmal bewiesen, dass es trotz aller Moderne sich nun doch nicht ganz von imperialen Gedankenspielen lossagen kann. Da wird nun just vom russischen Präsidenten Pu...äh...Medwedjew verkündet, die russischen Truppen zögen sich zurück - zeitgleich 'verlegen' aber genau diese noch tiefer in die georgische Provinz. Was ist da los Herr Pu...äh...Medwedjew? Ich dachte bisher immer blauäugig, Russland hätte ein Interesse daran, sich dem Westen noch weiter zu nähern. Oder wenigstens dem Osten. Stattdessen droht Russland der Nato. Hoppla, auf welcher Stufe sind wir jetzt wieder angelangt? In China dagegen ist gerade alles bestens... Genau dieser Drache wird nämlich in der Tat allmählich wach. Erinnert doch der Ablauf und die öffentliche Darstellung der Olypischen Spiele in Peking durch die chinesischen Behörden stark an die Farce von Berlin im Jahr 1936. Auch dort gaukelte man der Welt einen hochentwickelten und dabei absolut friedlichen Staat vor. Wir alle dürften die Entwicklung Chinas und nun auch Russlands mit Argwohn betrachten. Sogar der Spiegel titelt diese Woche "Der gefährliche Nachbar" zusammen mit dem Konterfei Putins (ja, Putin!). Fakt ist: Wenn ein Hund und ein Drache in der Nachbarschaft wohnen, wird die Alarmanlage scharf gestellt. Und genau das ist das Problem....