Mittwoch, 29. Oktober 2008

Am Ende...

Das SWR bietet in unregelmäßigen Abständen Kulturveranstaltungen im SWR-Sendehausfoyer Mainz an. Darunter finden sich Lesungen bzw. Podiumsdiskussionen im "Literatur Foyer" und auch Konzerte unterschiedlichster Art. Beim letzten Besuch am 28.10. war das Ensemble "Egschiglen" aus der Mongolei mit traditionellen und zeitgenössischen Stücken zu hören. Der Name der Gruppe bedeutet hierbei soviel wie "schöne Klänge". Und so war es dann auch. Neben kriegerischen Trommelstücken, gab es auch feinklingende Balladen zu hören. Besonders auffallend war der Kehlkopfgesang einer der Sänger, der die Tonlagen so geschickt über den Kehlkopf presste, dass man den Eindruck gewann, er singe mit zwei Stimmen gleichzeitig.
Die Besonderheit dieser Darbietung waren die unverkennbaren Ähnlichkeiten der vor allem traditionellen Klänge mit country-music und indianischen Gesängen. Selbstverständlich weiss man, dass die Vorfahren der amerikanischen Ureinwohner einst über die trockene Beringstaße auf den Kontinent gelangten, sich die Lebensweise aber im Laufe der Jahrtausende erheblich unterschied. Doch die Ähnlichkeiten in der Musik sind immer noch erstaunlich. Auch zur country-music. Deren Urväter kamen zwar aus einer ganz anderen Himmelsrichtung und einige Jahrtausende später, aber ich bin sicher, wenn man die Instrumente in der Optik nur ein wenig verändert hätte und den Jungs einen Stetson auf den Kopf gesetzt hätte, hätte man im Halbdunkel des Foyers die Stühle beiseite gestoßen und spontan squaredance getanzt. So bringt mich das zu der alten Erkenntnis zurück, dass wir uns ungeachtet der Rasse, des Genpools und des Aussehens doch alle irgendwie gleich sind. Und das es keinen Sinn ergibt, andere Menschen aufgrund ihres Aussehens, Denkens oder der Religion zu hassen oder gar umzubringen. Am Ende haben genau dies die Kleingeister unseres Planeten immer noch nicht begriffen...

Mittwoch, 22. Oktober 2008

"Rückblende 2007" - Politische Fotografie und Karikatur vom Feinsten

Die "Rückblende" ist ein Wettbewerb für politische Fotografie und Karikatur, der vom SWR, dem Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger in Kooperation mit DER SPIEGEL und der Bundespressekonferenz veranstaltet wird. 183 Fotografen und 53 Karikaturisten reichten dabei rund 1300 Arbeiten ein, wovon jetzt 100 Fotos und 50 Karikaturen, darunter natürlich auch die Sieger, in einer Wanderaustellung des SWR zu sehen sind. Ab heute, dem 22.10.2008, kann man diese im Foyer des SWR Funkhauses "Haus am Tor" in Mainz von 9-17 Uhr begehen. Der Eintritt ist frei. Spannende Momentaufnahmen und bissige Karikaturen bringen dort den geneigten Besucher zum Schmunzeln aber sicher auch zum Nachdenken.
Fazit: Hingehen und anschauen!
Das hier abgebildete Siegerfoto von Fabian Bimmer zeigt Polizeieinheiten und Demonstranten beim G8 Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm. (Quelle: SWR)

Montag, 20. Oktober 2008

Ich gehöre nicht in diese Reihe...

Ja, auch auf schaumteppich.org findet man immer mal wieder eine ganzwinzigkleine Kritik zum Thema: Qualität im deutschen TV. Da müssen gar keine Größen, wie Reich-Ranicki, Heidenreich oder Grass den Zeigefinger erheben. Denn eines war ja vorher klar: Wer Bücher liest oder gar schreibt kann gar nicht mit unserem TV-Programm einverstanden sein. Wer seinen Verstand tatsächlich benutzen kann, wird neben dem Wohnzimmersessel einen Eimer stehen haben. Für den Fall, wenn er/sie es nach den Nachrichten nicht rechtzeitig schafft, die Fernbedienung zu drücken.
Das teure Televisonsgerät noch in einer Zeit der netten und geistreichen TV-Landschaft angeschafft, verliert derweil zunehmend an Wert. Schallendes Gelächter war in meinem Arbeitszimmer zu vernehmen, als die Chefs von RTL und der ARD gleichermaßen vernehmen ließen, dass man sich eben nach dem "Massengeschmack" richte. Ja sind wir denn wirklich so weit? Zugegeben, das Land der Dichter und Denker sind wir schon lange nicht mehr. Und mit RTL werden wir es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nie mehr werden. Aber wo sind all die Leute mit Verstand und vor allem Geschmack hingegangen? In den TV-Redaktionen arbeiten sie offensichtlich nicht... Ich bin dazu übergegangen, meine Zeit wieder zu nutzen und wirklich weniger fern zu sehen. Stattdessen überlasse ich es wieder meinem Kopf Kino zu machen. Solltet ihr auch mal probieren.

Broder, Hurra wir kapitulieren!

Von der Lust am Einknicken. In der Tat beschreibt Broder in seinem Essay die Lust der Europäer immer wieder appeasement policy gegenüber dem gewalttätigen und radikalen Islam zu praktizieren. Sogar der Vergleich mit der folgenreichen Beschwichtigung Hitlers in Bezug auf das Sudetenland 1938 durch die späteren Westallierten hinkt diesmal nicht. Jedoch basiert Broders Darstellung, so scheint es jedenfalls, auch auf persönlicher Abneigung. Er lässt es sich dabei nicht nehmen, die amerikanische Politik des Antiterrorkampfs und die felsenharte Standhaftigkeit Israels zu rechtfertigen. Broder schreibt mit typischer Bissigkeit unter anderem beinharte Glossen für den Spiegel, für die er eher berüchtigt als berühmt ist.
Fazit: Polemik vom Feinsten mit Wahrheitsgehalt. 6 von 10 Punkten

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Sauerei


Dies ist ein Post, der von meinem Mobiltelefon aus verschickt wurde und somit ein Test. Fazit: Interessante Möglichkeiten tun sich da auf...